
Passfoto-Regeln für Hijab und religiöse Kopfbedeckung (USA, Schengen & UK)
Müssen Stirn und Kinn sichtbar sein? Was, wenn der Schal Schatten wirft? Gesichtsooval von Kinn zur Stirn — mit Richtig/Falsch-Beispielen.
Die Kurzregel
Religiöse oder medizinische Kopfbedeckung ist in den meisten Ländern erlaubt — darf aber das Gesichtsooval nicht verdecken. Haut vom Kinn zur Stirn (Haaransatz) bleibt sichtbar; Augen, Nase, Mund und Wangenkontur klar. Der Stoff sitzt eng am Gesichtsrand, ohne Schatten.
Mit unserem KI-gestützten Passfoto-Tool beschneiden Sie Ihr Bild in 3 Sekunden. Richtig- und Falsch-Beispiele sehen Sie unten nebeneinander.


Gesichtsooval: Kinn zur Stirn
Biometrische Scanner lesen Kinn, Mundwinkel, Nasenwurzel, Augen und Stirnlinie. Hijab oder Turban dürfen die Stirnhaut nicht vollständig verdecken; der Stoff darf knapp über dem Haaransatz beginnen, das Stirnband über den Brauen bleibt sichtbar.
Die Kinnspitze darf nicht im Stoff verschwinden. Der Hals darf teils bedeckt sein; die untere Gesichtskante bleibt klar. Ohren dürfen unter dem Tuch bleiben — USA, Schengen und UK akzeptieren das meist; entscheidend ist das Oval.

Schatten: der häufigste Ablehnungsgrund
Wirft eine Stofffalte einen Schatten auf Wange, Auge oder Hintergrund, kommt der Antrag oft zurück. „Stirn sichtbar, aber Wange dunkel“ reicht nicht. Weiches, gleichmäßiges Frontlicht; kein Blitz.
Dunkler Stoff auf hellem Grund ist in Ordnung. Das Problem ist der Eigenschatten des Tuchs. Im richtigen Beispiel ist das Licht flach; im falschen Seitenschatten und teils verdeckte Stirn-/Kinnlinie.


USA, Schengen und Vereinigtes Königreich
USA (Pass / DS-160): Religiöse Kopfbedeckung erlaubt; Gesicht von Stirn bis Kinn frei, neutraler Ausdruck, schlicht weiß/Off-White. Keine Brille. Schengen: Dieselbe ICAO-Logik; 35×45 mm, hellgrau/weiß, volles Oval. Konsulate prüfen ausdrücklich, dass nichts das Gesicht verdeckt.
Vereinigtes Königreich: Religiöse Bedeckung zulässig; Augen voll sichtbar, kein Schatten durch das Tuch, hellgrauer Hintergrund. Ein Gesichtsschleier (Niqab) über dem Mund ist biometrisch unzulässig — nur Hijab-/Turban-Formen mit freiem Gesicht.

Richtig-/Falsch-Checkliste
Richtig: Stirnband sichtbar, Kinnspitze klar, Augen offen, Mund neutral, kein Schal-Schatten, schlichter heller Hintergrund. Falsch: Stirn ganz bedeckt, Kinn im Stoff, Schatten auf Wange/Auge, Lächeln, gemusterte Wand, Mund hinter Schleier.
- 1
Frontales Fensterlicht, Blitz aus.
- 2
Tuch so legen, dass das Oval frei ist.
- 3
Dokument wählen und hochladen.
- 4
Stirn–Kinn-Linie in der Vorschau prüfen.
- 5
Bei Schatten Licht oder Falte korrigieren und neu fotografieren.